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Bundestag beschließt neues Waffengesetz und Änderungen zum Waffenrecht

Update: 05.07.2017

Neues Waffengesetz tritt zum 06.07.2017 in Kraft
Mit der Veröffentlichung (05.07.2017) im Bundesanzeiger gelten ab dem 06.07.2017 in Deutschland neue Vorschriften zur Waffenaufbewahrung. Neu zugelassene Waffenschränke müssen ab diesem Zeitpunkt mindestens Grad 0 DIN EN 1143-1 haben. Eine Übersicht aller FORMAT Waffenschränke ab Grad 0 DIN EN 1143-1 haben wir Ihnen als PDF zum Download zusammengestellt.

Im aktuellen Bundesanzeiger finden Sie die Veröffentlichung des neuen Waffengesetzes.


Unser Bericht vom 24.05.2017

Der Deutsche Bundestag hat am 18.05.2017 Änderungen des Waffengesetzes beschlossen. Ziel des neuen Waffengesetzes soll es sein, den Sicherheitsstandard für die Aufbewahrung von Waffen und Munition anzuheben.

Für Waffenbesitzer ändern sich damit die Vorschriften zur Waffenaufbewahrung. Bisher war es ausreichend, Langwaffen, Kurzwaffen und Munition in Waffenschränken der Stufe A und B nach VDMA24992 aufzubewahren.

FORMAT Kurzwaffentresor - KWT 900 entspricht neuem Waffengesetz

Der neue, kompakte Kurzwaffenschrank KWT 900 (entspricht Vorgaben des neuen Waffengesetzes)

Nach der Änderung des Waffenrechts dürfen erlaubnispflichtige Schusswaffen nur noch in Waffenschränken der Klasse 0, 1 oder höher nach EN 1143-1 verwahrt werden.

Für bisher genutzte Waffenschränke gilt jedoch nach jetzigem Kenntnisstand ein Bestandsschutz: Wer bereits einen Waffenschrank der Klasse A oder B besitzt, darf diesen auch nach der Änderung des Waffengesetzes weiter nutzen. Die Bestandsregelung soll auch für Waffen gelten, die neu erworben werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die Kapazität des alten Schrankes ausreicht. Die Regelung gilt nach den Nachbesserungen im parlamentarischen Verfahren auch für Mitbewohner, die ihre Waffen gemeinsam aufbewahren.

Wird jedoch ein Waffenschrank nach Inkrafttreten des neuen Waffengesetzes erworben, muss der Schrank den neuen Normen entsprechen. Der Bundesrat muss dem neuen Waffengesetz noch zustimmen. Anfang Juli soll das Waffengesetz dann in Kraft treten.

Der endgültige Gesetztestext liegt noch nicht vor und kann Änderungen enthalten.

 

Im Sitzungsprotokoll finden Sie auf Seite 23779 die zu Protokoll gegebenen Reden zum Gesetzentwurf.
Quelle: www.bundesregierung.de

"Tresore fachgerecht verankern"

http://sis.vdma.org/vdma-theme-public/images/interface/icons/vdma_logo.pngBeim Kauf eines Tresores wird oft die Wichtigkeit der Verankerung unterschätzt. Dabei lässt sich besonders im privaten Bereich beobachten, dass Tresore abtransportiert und nicht vor Ort „geknackt“ werden.

Beim Tresorraub entdecken die Täter ihre kreative Ader. Bei einem Raub in Hallein entwendeten die Täter den Safe mittels eines im Badezimmer gefundenen Behindertenrollstuhls. Allein der Wert des Rollstuhls betrug etwa 3.000 Euro.

Sogar Tresore mit Gewichten von 500 kg fielen schon dem Raub zum Opfer. Bei einem nicht verankerten Safe zahlen die Versicherungen allerdings oft eine geringere oder auch gar keine Entschädigungssumme. Tresore unter 1.000 kg müssen deshalb fachgerecht in einem geeigneten Untergrund verankert werden. Mittels der mitgelieferten Schwerlastdübel muss die Verankerung exakt nach der Installationsanleitung erfolgen. „Wird ein kompletter Tresor gestohlen, kann es sein, dass das Verankerungsmaterial zwar durchaus den Anforderungen entsprach“, wissen Sicherheitsexperten, „aber der beste Dübel oder Anker gibt nach, wenn die Bodenbeschaffenheit nicht stimmt.“ Um eine Gleichwertigkeit mit den Europäischen Normen EN 14450 und EN 1143-1 zu erreichen, muss der „Ausreißwiderstand“ der Wand mindestens die folgenden Werte haben:

Norm Stufe Ausreißwiderstand
EN 14450 S1 20 kN
S2 30 kN
EN 1143-1 0, I, II, III 50 kN
IV und höher 100 kN

Es reicht dabei nicht aus, die Dübel in Parkett, Leichtbeton, Estrich oder Ziegel zu versenken. Nur ein massiver Betonboden, der keine Risse aufweist, bietet den notwendigen Rückhalt.

Quelle: vdma.org

Worauf müssen Sie bei einem Tresor achten?

Als Endverbraucher erkennen Sie einen hochwertigen Tresor an seiner Zertifizierung. Andere Sicherheitsversprechen sind meist nur Werbebotschaften. Die ESSA empfiehlt die blaue ECB-S-Zertifizierungsmarke, die international gültig ist.
Sie basiert auf den anspruchsvollen Europäischen Normen. Deren Kriterien sind hart und lassen Herstellern keinen Spielraum – ECB-S-zertifizierte Produkte werden auf Herz und Nieren getestet und haben ihren Widerstand erfolgreich beiwesen. Regelmäßige Qualitäts-Fremdkontrollen in den Produktionsstätten der Zertifizierungsinhaber sind Standard.

Welchen Schutz brauchen Sie – gegen Einbruchdiebstahl und Feuer?

Beides ist wichtig. Zum Schutz vor Einbruchdiebstahl gibt es Wertschutzschränke nach der Europäischen Norm EN 1143-1 und Sicherheitsschränke nach der EN 14450. Brandschutz bieten Produkte mit einem Zertifikat nach EN 1047-1 und EN 15659. Feuersicherheit ist insbesondere im Hinblick auf hitzeempfindliche Datenträger interessant: CDs/DVDs, USB-Sticks, Festplatten etc. Ein Tresor schützt nicht automatisch auch vor Feuer. Und ein Feuerschutzbehältnis nicht automatisch vor Diebstahl. Wenn man beides haben will, sollte man auf die doppelte Zertifizierung achten. Wir bieten Produkte, die Einbruchdiebstahl- und Brandschutz kombinieren.

Wo ist der richtige Platz für Ihren Tresor?

Er muss gut erreichbar sein – damit man ihn im Alltag benutzt. Und man sollte ihn verankern können, um einen Abtransport zu verhindern. Produkte unter 1000 Kilogramm müssen eine entsprechende Vorrichtung haben, mit der man sie am Boden oder an der Wand fest montiert.

Wie sicher muss Ihr Tresor sein?

Entscheiden ist der Wert des Inhalts. Erste Orientierung bieten die empfohlenen Versicherungssummen. In einem ECB-S-zertifizierten Wertschutzschrank mit dem Widerstandsgrad 0 kann man, ohne Einbruchmeldeanlage, privates Eigentum bis zu einer Höhe von 40000€ deponieren. Beim Widerstandgrad I steigt der Wert auf 65000€, bei II auf 100000€. Für geringeren Bedarf gibt es die Sicherheitsschränke S1 und S2, die Werte bis zu 5000€ oder bis 20000€ schützen. Im gewerblich-industriellen Bereich liegen die Grenzen niedriger. Die Details sollten Sie vor dem Kauf mit Ihrer Versicherung klären.

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